Pflege Piercing

Pflegehinweis für die Nachbehandlung eines Piercings!!!

Sie haben sich uns anvertraut und wir haben Sie unter maximalen hygienischen Bedingungen und so schmerzarm wie möglich gepierct. Damit Ihr neuer Schmuck so selbstverständlich und unkompliziert zu Ihrem Körper gehört, wie z.B. ein Ohrring, sollten Sie sich folgendes zu Herzen nehmen:

1. In den ersten Tagen kann Ihr Piercing etwas schmerzen und ist besonders empfindlich. Es kann zu leichten Blutungen, zu Rötungen und zu Schwellungen kommen.

2. Tägliche Pflege Ihres Piercings ist enorm wichtig. Reinigen Sie daher die Wunde und den Schmuck mindestens zwei mal am Tag ( morgens / abends ). Oberstes Gebot vor dem Reinigen ist höchste Sauberkeit: Daher gründlich die Hände waschen und den Schmuck nur an der Kugel anfassen. Die Wunde bildet ein Sekret, das sich an den Öffnungen des Stichkanals ansammelt und dort eintrocknet. Deswegen muss man die Kruste vorher aufweichen, z.B. mit warmen Wasser beim Duschen oder mit einem Desinfektionsmittel. Der Piercingschmuck wird solange mit dem Pflegemittel ( welches wir mitgeben ) gereinigt, bis sämtliche Sekretverkrustungen vollständig entfernt sind. Tägliche Pflege ist aber auch nach vollständiger Abheilung des Piercingkanal erforderlich. Abgeheilt ist ein Piercing Kanal dann, wenn sich das Epithel, also die oberste Zellschicht der Haut komplett neu gebildet hat. Auch danach ist der Stichkanal und der Schmuck z.B. beim duschen zu reinigen.

3. Bei Zungenpiercings bitte nach jedem Essen, Trinken, Küssen und Rauchen mit „Listerine“( Mundspülung ) oder Ähnlichem den Mund ausspülen ( sehr wichtig ). Unmittelbar nach dem Zungenpiercing lutschen Sie Eiswürfel aber dafür kein Leitungswasser benutzen, sondern „Stilles Mineralwasser“. Sie können das Wasser auch mit Kamille oder Salbei ( Tee ) mischen, es hat sich bewährt. Versuchen Sie die erste Zeit wenig zu sprechen und verzichten sie ca. 10 Tage auf „Kaffee und Schwarzen Tee“. Meiden Sie ebenfalls den Genuss von Milchspeisen, sauren und scharfen Speisen / Flüssigkeiten.

4. Tragen Sie nach frischen Bauchnabelpiercings je nach Aktivität ( Sport, etc. ) ruhig einen Verband und achten unbedingt auf lockere Kleidung. Allerdings ist Sauerstoff entscheidend für den Heilungsprozess.

5. Die problematische Zeit ist die Heilphase ( s.o. ), die bis zu 1/4 Jahr dauern kann, abhängig von der Art des Piercings, die Länge des Stichkanals, Ihrer persönlichen Konstitution und vor allem Ihrer Pflege. Der Stichkanal heilt von außen nach innen, d.h. auch wenn Sie denken er sei schon verheilt, kann innen immer noch eine Wunde vorhanden sein.

6. Fremde Körperflüssigkeiten ( z.B. Speichel, Sperma oder Schweiß ), aber auch das anfassen, müssen unbedingt vermieden werden.

7. Auch auf JOD basierte Produkte sind für Piercings ungeeignet. Alkohol ist ein Entzündungsstimulant und darf daher bei Entzündungen nicht verwendet werden. Dies gilt auch für alkoholhaltige Mittel.

8. Linderung bereiten auch Salzlösungen, die aber mit klarem Wasser nachgespült werden müssen.

9. Heiße Kompressen helfen der Beschleunigung des Blutkreislaufes und dem Heilprozess.

10. Bei Schmerzen oder Entzündungen besuchen Sie uns sofort, oder gehen zu einem Arzt der sich mit Piercing auskennt. Eine Selbsttherapie ist grundsätzlich ausgeschlossen und nie erfolgreich.

11. Nehmen Sie ansonsten niemals Manipulationen selbst am Piercing vor.

12. Fragen Sie uns, auch wenn Sie nur den Schmuck wechseln wollen.